Hochzeitsknigge für Gentlemen

Hochzeitsknigge für Gentlemen

Gutes Benehmen macht sexy. Das gilt auch für den Bräutigam. Wer sich souverän durch den Hochzeitstag bewegt, hat schon gewonnen. Einige Tipps:

Seine Gäste begrüßen

Als Mindestanforderung gibt der Wedding-Knigge ein herzliches Willkommen-heißen der Gäste vor. Das bedeutet, dass der Bräutigam möglichst alle seine Gäste persönlich und mit einem Handreichen begrüßt, sich für ihr Kommen bedankt und eine schöne Feier wünscht. Ein paar ausschmückende, persönliche Worte runden diese allgemeine Begrüßung ab.

Gut aussehen

Ein edler Hochzeitsanzug, schicke Schuhe, passende Accessoires, ein gekonntes Styling. - Der Bräutigam ist in der Pflicht optisch alles aus sich herauszuholen. Das ist er nicht nur der Braut und seinen Gästen schuldig, sondern auch sich selbst.

Aufmerksam sein

Gentleman gehen stets mit offenen Augen für ihre Mitmenschen durch das Leben und bieten ihre Hilfe an, wo immer sie es brauchen.

Der Hochzeitsknigge empfiehlt dem Bräutigam diese Aufmerksamkeit aber ganz besonders gegenüber seiner Braut. Selbstverständlich öffnet er ihr die Tür zur Location sowie am Hochzeitsauto und rückt ihr am Tisch den Stuhl zurecht, damit sie in ihrem langen Kleid bequem Platz nehmen kann. Ebenso sollte er ihr bei der Schleppe helfen, den Wein nachschenken und ihr den Arm anbieten, um gemeinsam durch den Hochzeitstag zu gehen.
Ohnehin sollte er stets an ihrer Seite sein, ihr immer ein Lächeln und Aufmerksamkeit schenken. 

Präsent sein

Je größer die Hochzeitsgesellschaft ist, desto mehr besteht die Wahrscheinlichkeit, dass das Brautpaar nicht von allen Gästen wahrgenommen wird und es an persönlichen Kontakten fehlt.
Deshalb empfiehlt der Hochzeitsknigge, dass das Brautpaar zumindest einmal an jedem Tisch vorbei schaut, um mit den Gästen ein paar persönliche Worte zu wechseln.

So fühlt sich jeder Eingeladene wahrgenommen und wertgeschätzt.

Gastgeber sein

Das Sie sich als Gastgeber auf den großen Tag gut vorbereiten, ist wohl selbstverständlich, denn ihre Gäste sollen sich wohl fühlen und es soll ein unvergesslich schöner Tag werden.

Organisieren Sie alles gut und sorgen Sie für einen reibungslosen Ablauf.
Als guter Gastgeber fragen Sie bitte bei der Einladung zu diesem Fest nach Besonderheiten ihrer Gäste. Es könnten sich zum Beispiel Veganer oder Vegetarier unter ihnen befinden.

Organisieren Sie Übernachtungsmöglichkeiten oder einen Shuttle-Service und eventuell eine Kinderbetreuung.
 Das man die Braut am Altar oder bei der freien Trauung nicht warten lässt, versteht sich von selbst.

Auch lange Wartezeiten, in denen sich für die Gäste nichts tut oder das Brautpaar abwesend ist (z.B. für das Fotoshooting), sind unhöflich.

Zum Tanze bitten

Am Hochzeitstag ist der Bräutigam auf der Tanzfläche gefordert. Das er mit seiner Braut das Parkett eröffnet und dabei gut vorbereitet ist, ist eine Selbstverständlichkeit.
Zumindest einmal sollte der Bräutigam mit seiner Mutter als auch mit seiner Schwiegermutter getanzt haben. Und auch andere Damen hin und wieder aufzufordern macht Sinn, denn das bringt Schwung auf die Tanzfläche. – Wobei an erster Stelle immer wieder ein Tanz mit seiner Braut stehen sollte.

Fit bleiben

Auch wenn man mit seinen Gästen anstößt, sich komplett zu betrinken, steht keinem Brautpaar zu Gesicht. Man sollte bis alle Gäste gegangen sind bei klarem Verstand bleiben.

Großzügig sein

Wir wissen es alle: Derjenige, der die Hand beim Anschneiden der Hochzeitstorte obenauf liegen hat, der soll in der Ehe das Sagen haben. Meint zumindest der Brauch.

Und so kommt es bei Brautpaaren hin und wieder zu verspielten Rangeleien um die begehrte „Obenauf-Position“ am Kuchenmesser.

Gentlemen lassen da gerne der Frau den Vortritt. Das sollte eine der leichtesten Übungen aus dem Hochzeitsknigge sein.

Morgengabe

Diese Tradition stammt aus der Zeit, in der die Frauen noch nicht unabhängig waren. Was sie am Morgen nach der Hochzeit von ihrem Bräutigam geschenkt bekamen, oft wertvollen Schmuck, gehörte ihnen. Selbst im Falle einer Scheidung.
Heute hat die Morgengabe in erster Linie nostalgischen Wert. Es ist einfach schön, wenn man sich etwas zu seinem großen Tag schenkt. Bräutigame dürfen die Tradition gerne weiter pflegen und neu interpretieren. Es muss nicht unbedingt Schmuck sein, sondern einfach etwas, das die Braut erfreut.

Susanne Beckmann

Friederike Stoffregen